Hallo liebe NABU-Freunde
Der Riesenbärenklau zeigt erfreulicherweise einen Bestandsrückgang. Wir bekämpfen ihn in diesem Jahr das dritte Mal! Im Juli kappte der NABU erneut die fruchtende Mittelachse dieses invasiven Staudengewächses, diesmal recht forsch mit einem halben Dutzend angeschaffter Macheten. Alles wird abgefahren, in Ahrenlohe quantitativ entsorgt. Hilfe erhalten wir aus Haseldorf von der ISU-Station. Eine Gruppe Helfer wird alle jetzt aufwachsenden einjährigen Pflanzen ausgraben und vernichten: eine sehr arbeitsintensive Maßnahme. Wir sind dafür sehr dankbar, können wir unsere begrenzte Arbeitszeit doch anderweitig einsetzen.
Möchten Sie auch mal aktiv im Naturschutz tätig sein, und bei einem unserer zahlreichen Arbeitseinsätze dabei sein? Dann melden Sie sich doch einfach bei uns:
Michael Körwer 04122/9818998 michaelk04@gmx.de
Arbeitseinsätze werden telefonisch oder per E-Mail abgesprochen, können sich aber aus witterungstechnischen Gründen verschieben
Zur Erklärung
Die Herkulesstaude ist zwei- bis dreijährig, sie bildet also zunächst nur eine Blattrosette und blüht erst im zweiten oder dritten Jahr. Die einfachste und wirksamste Bekämpfungsmethode ist das Abschneiden sämtlicher Blütendolden vor der Samenreife. Die Pflanze stirbt dann ab und treibt auch im Folgejahr nicht wieder aus. Eine Mahd vor der Blüte dagegen lässt die Herkulesstaude immer wieder nachtreiben. Da im Boden noch Samen lagern, müssen die Maßnahmen mehrere Jahre wiederholt werden. Vorsicht: Gelangt Pflanzensaft auf die Haut, kommt es unter Einfluss des Sonnenlichts zu schmerzhaften Hautverbrennungen.
aus: Naturschutz heute, Ausgabe 4/93, S. 36-39