Die Lage an der Appener Au

Nachdem wir seit fast 10 Jahren den Riesenbärenklau entlang der Appener Au, mehr oder weniger erfolgreich bekämpften, haben wir seit Mai dieses Jahres schwerwiegende Unterstützung bekommen, in Form von Highland-Rindern.

Diese gutmütigen und friedlichen Tiere fraßen mit ganzem Einsatz den immer wiederkehrenden Riesenbärenklau weg. Auf einer Fläche von ca. 2500 m2 war der Bestand besonders hoch und durch Jahrelangem abregnen des Samens für Jahrzehnte verseucht.

Nachdem es uns gelungen war über Jahre viele einzelne Flächen entlang der Appener Au bis an die Pinnau zu erwerben, verbanden wir nun diese zu einem Ganzen. Dank dem Einsatz des Besitzers der Robustrinder und der großen Unterstützung der UNB (Umwelt- und Naturschutzbehörde) gelang es uns eine Naturnahe Weidelandschaft zu erschaffen. Mit zusätzlichen Teichen für Amphibien, die uns die Firma Groth aushob, und einem Schäfer der seine Schafe auf dem Deich grasen lässt, haben wir ein wahres Naturidyll geschaffen. Auch wenn es am Anfang nicht so aussah, kann sich das Ergebnis nun sehen lassen. Außer dem Verschwinden des Riesenbärenklaus, hoffen wir durch diese Renaturierungsmaßnahme auf die Wiederkehr einiger Wiesenvögel in den nächsten Jahren. Hoffnung gab uns das Brüten eines Kiebitzpaares auf der Fläche in diesem Sommer.

Nun werden die Schafe und Rinder bald verschwunden sein und der Winter wird Einzug halten. Wir sind gespannt wie es wohl nächstes Jahr weitergeht und freuen uns der Natur ein Stückchen Land wiedergegeben zu haben.

 

Michael Körwer, November 2011

Nachtrag 2014:

Mit den Jahren hat sich die Anzahl der Pflanzen des RBK verringert, die seit 2 Jahren praktizierte Bekämpfungsmethode des Ausgrabens zeigt gute Erfolge. Gerade die kleinen Pflanzen lassen sich noch gut entfernen. Es zeigt sich aber, dass noch viele Samen im Boden liegen, auch an anderen Stellen längs der Appener Beek. So braucht es ein waches Auge und regelmäßige Kontrollen, um versteckt aufwachsende Pflanzen zu entdecken und eine erneute Samenverbreitung zu verhindern. Eine große Hilfe sind weiterhin die Robustrinder die jedes Jahr auf den eingezäunten Flächen die jungen Pflanzen des Riesenbärenklau einfach auffressen, so daß wir ihn nurnoch an den Stellen außerhalb der Beweidung von Hand entfernen müssen.